Plumpa, ein Kind des Hauptbahnhofs

Aufmerksame Augen gewahrten dieses Taubenkind inmitten des Gewusels im Hauptbahnhof. Still und aufgeplustert saß sie da – auf einer Seite der Abgrund, wo die Bahnen in regelmäßigen Abständen durchrauschten, ganz nah eine elektrische Anlage. Unerreichbar für Menschenhände. Auch der eilends herbeigeholte Kescher erwies sich als zu kurz.

Körner wurden geworfen, immer wieder, vorsichtig. Einige Tauben kamen angeflogen, das Taubenkind bewegte sich über endlos scheinende 20 Minuten lang nicht.
Inzwischen waren mehrere Taubenengel vor Ort, die sich giftige Kommentare von Passanten anhören mussten über Taubenfütterung. Nein, es wurde nicht gefüttert, es wurde versucht, ein Leben zu retten!
Dann kam Plumpa langsam näher und konnte mit einem beherzten Griff durch eine Lücke gesichert werden.
Die Kleine ist noch ein Baby, war verschmutzt, mit klebrigem Bauch und Füßen und unterernährt.
Nach einem ersten Bad und Säuberung lächelte sie wieder. Nun darf sie zusammen mit Cine, einem am selben Tag gesicherten Täubchen, in einem Paradies groß werden.
Danke an euch unermüdliche Taubenretter, ihr macht diese Welt immer wieder ein wenig besser.

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