Hamburg mach keinen Shit – Taubenschläge sind der einzig richtige Schritt
Warum demonstrieren?
Am 20. Juni 2026 gehen wir in Hamburg auf die Straße.
Nicht, weil wir Konflikte wollen.
Sondern weil nachhaltige Lösungen seit Jahren bekannt sind und trotzdem immer weiter verzögert werden.
Bereits vor über zwei Jahren wurden in Hamburg mehrere neue städtische Taubenschläge angekündigt und politisch beschlossen. Öffentlich war von einem nachhaltigen Stadttaubenmanagement nach dem Augsburger Modell die Rede: kontrollierte Versorgung, Eiertausch, weniger Leid für Tiere und langfristig auch weniger Konflikte im öffentlichen Raum.
Bis heute wurde jedoch keiner dieser sechs angekündigten neuen städtischen Schläge umgesetzt.
Statt Lösungen: Verzögerung und Rückschritt.
Während die Umsetzung stockt, erleben viele Ehrenamtliche und Bürger:innen eine andere Entwicklung:
- zunehmende Vergrämung und Vertreibung
- mehr Kontrollen und Verfahren gegen Menschen die aus unterschiedlichen Motiven füttern oder hilfsbedürftige Tauben anfüttern
- Fangaktionen mit Lebendfallen
- Transporte von Tauben in andere Bundesländer
- Schließung von Nist- und Schlafplätzen
- wachsende Konflikte in Nachbarschaften
Stadttauben gehören zum Stadtbild und sind standorttreu. Einige der Maßnahmen sind bedenklich.
Werden Tiere verdrängt, weichen sie häufig auf umliegende Bereiche aus: Balkone, Hinterhöfe, Dächer und Privatflächen. Probleme werden dadurch lediglich verlagert.
Gleichzeitig konzentrieren sich Schwärme an immer weniger Orten. Konflikte nehmen dadurch vielerorts weiter zu – sowohl für die Tiere als auch für Anwohner:innen.
Ein gefährlicher Kurswechsel
Besonders kritisch sehen viele Ehrenamtliche, dass sich der Schwerpunkt zunehmend verschiebt:
Weg von Versorgung und Management der Bestände, echter Zusammenarbeit und nachhaltigen Konzepten hin zu Verdrängung, Konflikten und Geringschätzung von Tierschutzarbeit.
Betroffen sind:
Pflegestellen, Ehrenamtliche, Tierfreund:innen, Anwohner:innen und alle, die sich eigentlich weniger Konflikte und weniger Leid im öffentlichen Raum wünschen.
Viele Menschen erleben inzwischen eine Atmosphäre zunehmender Eskalation:
hohe Bußgelder, Kontrollen, Druck auf Helfende und gesellschaftliche Spaltung statt gemeinsamer Lösungen.
Das betrifft auch Menschen, die aus Mitgefühl, religiösem oder kulturellem Brauch füttern.
Der Mitbegründer des Augsburger Modells, Rudolf Reichert, warnte bereits vor Jahren:
„Fütterungsverbote fördern Denunziantentum.“
Viele Menschen erleben inzwischen genau diese Entwicklung in Hamburg.
Warum das Thema längst nicht mehr nur Hamburg betrifft
Die gefährlichsten Entwicklungen beginnen selten laut und spektakulär.
Nach außen wirken viele Maßnahmen zunächst sachlich, vernünftig und gut gemeint. Doch wenn nachhaltige Lösungen immer weiter verzögert werden, während gleichzeitig Verfolgung und Verdrängung zunehmen, verändert sich Schritt für Schritt der gesellschaftliche Umgang mit Stadttauben.
Die Population in Hamburg ist seit Jahrzehnten stabil.
Und das trotz regelmäßig ausgesetzter Zucht-, Rasse-, Brief- und Hochzeitstauben.
Vielmehr gibt es eine gefühlte Zunahme, da sich die Schwärme durch zunehmende Vergrämungen auf immer weniger Plätze konzentrieren.
Hamburg, welchen Weg möchtest du einschlagen?
Hamburg könnte zeigen, wie nachhaltiges Stadttaubenmanagement in einer Großstadt funktioniert. Kompetenz und Erfahrung aus den bisher bestehenden privaten Taubenschlägen des Hamburger Tierhelfer e.V. und des Hamburger Stadttauben e.V. kann notwendigen Input liefern.
Oder Hamburg kann zum Negativ-Beispiel dafür werden, wie funktionierende Konzepte durch Verzögerung, fehlerhafte Umsetzung und Konflikte zum Misserfolg führen.
Bestehende Schlagprojekte von gemeinnützigen Vereinen zeigen bereits seit Jahren:
Nachhaltiges Stadttaubenmanagement funktioniert.
Verantwortung für Hamburgs Stadttauben ernst genommen:
- Umsetzung der angekündigten Taubenschläge
- nachhaltige Versorgung statt Verdrängung
- Zusammenarbeit auf Augenhöhe statt Eskalation
- tierschutzgerechte Lösungen statt Symbolpolitik
- Verantwortung für Mensch, Tier und Stadt
Kommt zur Demo
Wir brauchen jede Unterstützung, die wir bekommen können.
Denn dieses Thema betrifft längst nicht mehr nur Hamburg.
Und es betrifft jeden Bürger dieser Stadt, egal ob Tierschützer, Taubenliebhaber oder Taubenhasser, denn Schläge holen Tauben von den Straßen.
20.06.2026
11:30 Uhr
Heidi-Kabel-Platz am Hamburger Hauptbahnhof
Mit Demozug geht es durch die Hamburger Innenstadt – gemeinsam mit dem Waldinsel-Laster, Zwischenkundgebung Esplanade und Abschlusskundgebung auf dem Heiligengeistfeld.
Special Guests & Support:
Eden Lumaja
ihana Life
u.v.m.




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